Möblierung Offenbachplatz

Ort Köln
Auftraggeber Bühnen Köln
Architekten UKW Innenarchitekten
Leistungsumfang 1. Rang Gutachterverfahren als Mehrfachbeauftragung
Planungszeitraum 2018
Perspektiven: UKW Innenarchitekten

Der kleine und große Offenbachplatz werden städtebaulich wie architektonisch von den Gebäuden Wilhelm Riphahns und den Platzanlagen von Jürgen Hans Grümmer dominiert. Ziel des Entwurfs ist es keine neue, zusätzliche Form oder Formvielfalt konkurrierend zu addieren, sondern auf die vorhandenen Formen zu reagieren und die Ma?stäblichkeit der Umgebung aufzunehmen. Der Ring des bestehenden Brunnens wird vervielfältigt und viermal in ringförmig großen Sitzskulpturen um die vorhandenen Bäume gelegt, bzw. am Café platziert.
Die Ringe fügen sich völlig selbstverständlich in das Gesamtgefüge ein. Die pointiert gesetzten Bäume geben den Ort der Ringe vor und siehe da – die Orte der Bäume werden durch die Hinzufügung der Ringe sogar noch gesteigert. Die steigenden Durchmesser der Ringe ergeben zusammen mit dem Brunnen eine geordnete Systematik. Nach außen ist die Formgebung und Profilierung der Bänke so gewählt, dass eine Leichtigkeit, ein schwebender Charakter entsteht, die dem denkmalgeschützten Umfeld Respekt zollt. Die abgeschrägten Flächen verleihen der Bank eine gewisse Eleganz und Eigenständigkeit. Die Abschrägung auch an der Innenseite hat zudem einen ergonomischen Nutzen. An der Innenseite, ist in einer Schattenfuge eine Lichtlinie versteckt, um den direkten Lichtaustritt unsichtbar und blendfrei zu gestalten. Die Form der Ringe wird so auch nachts sichtbar und markiert die Bäume als helle Sitzinseln im Stadtraum, als besonders atmosphärische Orte. Sie erzeugen als Kreisform eine gewisse Geborgenheit. Es entsteht eine neue Maßstäblichkeit, die in Kontrast zu den weitläufigen Platzformaten steht. Jeweils zwei Zugänge gewähren die barrierefreie Zugänglichkeit.
Die Bänke sollen aus faserarminiertem Beton erstellt werden. Die Farbgebung orientiert sich an den Oberflächen des Brunnens und der Fassade des Opernhauses. Somit entsteht auch morphologisch ein zusammenhängendes Bild.
Auf dem kleinen Offenbachplatz verschränkt sich der größte der vier Ringe mit der sonstigen Sommermöblierung und diese wird so Teil des Ganzen.